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6 Wege, wie du beim Sex den Planeten rettest

Hand hält die Weltkugel

Beim Umweltschutz reicht es, dass jeder Einzelne sein Verhalten geringfügig ändert, damit es eine positive Wirkung auf unsere Erde nach sich zieht. Das gilt natürlich für Themen wie Autofahren, Mülltrennung oder die Wahl des Stromanbieters; aber auch für die schönste Nebensache der Welt. Ja, richtig gelesen, auch beim Sex kannst du etwas für die Umwelt tun! Denn wer bei seinem Liebesleben diese einfachen Tipps beachtet, hat nicht nur mindestens genauso viel Spaß, sondern tut dabei auch noch etwas zur Rettung der Erde.

Öko-Lümmeltüten verwenden
2 Finger unter einem Kondomhut

Kondome zu benutzen ist hervorragend und hat auch bei größerem Verbrauch keine ernsthaft negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Vorausgesetzt, der Rohstoff für die Lümmeltüten wird fair gehandelt und stammt aus nachhaltigem Anbau. Der Naturkautschuk, der als Basis für Kondome dient, stammt vielfach aus tropischen Anbaugebieten. Hier werden leider häufig riesige Waldgebiete gerodet, um Platz für große Kautschuk-Plantagen zu schaffen. Die Kautschukbäume binden jedoch viel weniger CO2 als andere Bäume und verringern zudem die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern. Die Folge: Beim Sex mit herkömmlichen Gummis hat die Umwelt das Nachsehen. Die umweltschonendere Alternative lautet deshalb: Zu nachhaltigen Gummis greifen. Sie kosten zwar etwas mehr, der Kautschuk stammt dafür aber nicht aus Monokulturen und die Bauern werden fair bezahlt. So profitieren alle vom Quickie zwischendurch.

Kondome richtig entsorgen

Nach dem Gebrauch verschwenden die meisten Leute keinen Gedanken daran, wie sie ein Kondom richtig entsorgen. Meistens landen die benutzten Verhüterli im Hausmüll oder - noch schlimmer - in der Toilette. Dabei gibt es eine Möglichkeit, Latexkondome auf natürliche Weise zu entsorgen, sodass praktisch kein Müll anfällt: den Kompost! Hört sich zunächst merkwürdig an, ist aber durchaus sinnvoll. Kondome bestehen zu 100 Prozent aus dem natürlichen Milchsaft des Kautschukbaums und sind damit problemlos kompostierbar. Allerdings ist Geduld gefragt, denn bis von den Präservativen nichts mehr übrig ist, können - abhängig von den Umgebungsbedingungen - Monate bis Jahre vergehen. Der Kompost ist also nicht die beste Lösung, um vor den Nachbarn die Häufigkeit der eigenen sexuellen Aktivität geheim zu halten oder schnell die Spuren eines One-Night-Stands zu beseitigen. Für die Umwelt ist der Kondomkompost aber absolut in Ordnung.

Gemeinsam Wasser sparen
Junges Paar unter einer Erlebnisdusche

Sex ohne vorherige Dusche? Für viele Pärchen ist das undenkbar, schließlich möchte man den oder die Liebste(n) nicht nur optisch betören, sondern auch mit einem sinnlichen Duft für knisternde Stimmung im Bett sorgen. Doch Duschen verbraucht viel Wasser. Im Schnitt sind es 40 Liter pro Person. Gehen beide Partner jeweils einzeln duschen und das vor und nach dem Sex, sind schon 160 Liter des kostbaren Trinkwassers in die Kanalisation geflossen. Dabei geht es doch viel besser: Einfach mal den Partner mit unter die Dusche nehmen und sich gegenseitig einseifen. Das spart bestimmt fast die Hälfte des Wassers. Wer das Duschen mit einem Quickie verbindet, kann sich den zweiten Extra-Duschgang gleich sparen. Das freut auch die Umwelt!

Gleitgel ohne Rohöl

Damit es beim Sex besser flutscht, greifen viele Paare zu Gleitgelen auf Ölbasis. Tatsächlich verstecken sich in vielen ölbasierten Gleitgelen aber Paraffine, die aus Erdöl hergestellt werden. Sie gelten nicht nur als gesundheitlich bedenklich, sondern greifen auch das Latex von Kondomen an. Darüber hinaus ist Erdöl alles andere als umweltfreundlich, von der Plastikverpackung der Gleitgele ganz zu schweigen. Als ökologisch bessere und gesundheitlich unbedenkliche Alternative können sich Pärchen einfach eine handelsübliche Aloe Vera Pflanze ins Schlafzimmer stellen. Bei Bedarf wird ein reifes Blatt der Aloe Vera abgenommen und geschält. Übrig bleiben sollte eine durchsichtige, geleeartige Substanz. Sie spendet die nötige Feuchtigkeit, schützt die empfindlichen Schleimhäute der Vagina und fördert obendrein ihre Regeneration. Und noch einen Vorteil bietet diese gesunde Alternative: Sie ist kostengünstig und sehr ergiebig.

Öko-Sexspielzeug
Glasdildo

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 350.000 Dildos und Vibratoren verkauft. Die Spielzeuge speziell für Männer sind dabei gar nicht erfasst. Viele Freudenspender landen nach einer Weile wieder auf dem Müll. Das ist nicht ganz unproblematisch, denn noch immer bestehen viele Sexspielzeuge aus zum Teil giftigen und umweltschädlichen Substanzen wie erdölbasierten Kunststoffen und Weichmachern. Zudem benötigen viele Geräte einen ständigen Nachschub an Batterien, und das belastet die Umwelt zusätzlich. Wer dies verhindern, aber auf Sex Toys nicht verzichten möchte, sollte zu ökologischem Sexspielzeug aus natürlichen Materialien greifen. Glas- und Holzdildos oder Metallspielzeuge sorgen für nicht weniger prickelnde Momente und bieten häufig sogar ganz neue Erlebnisse durch die ungewohnten Materialien. Wer nicht auf das Brummen verzichten möchte, kann auch zum Solar-Vibrator greifen. Hier produziert ein Solarpanel den für das Solo-Vergnügen benötigten Strom. Lediglich im Dunkeln könnte es mit dem umweltschonenden Ausleben der Lust problematisch werden, aber da fällt jedem bestimmt schon eine prickelnde Alternative ein.

Umweltfreundliche Dessous
Fair Trade Baumwolle

Was wäre eine heißer Quickie ohne verführerische Dessous? Aber dann bitte umweltfreundliche Wäsche! Billige Reizwäsche aus dem Erotikshop besteht meistens aus erdölbasierten Garnen, die nicht lange haltbar sind. So landet sie nicht selten schon nach zweimaligem Auspacken im Müll. Doch das neckische Hausmädchenkostüm oder der sexy Netzslip benötigen leider mehrere Jahrzehnte, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Deshalb besser gleich zu umweltfreundlichen und nachhaltig produzierten Dessous aus Bio-Baumwolle greifen. Wer hierbei unweigerlich an Feinripp denken muss, liegt glücklicherweise falsch. Mittlerweile gibt es viele Dessous-Label, die unter fairen Bedingungen erotische Wäsche aus nachwachsenden Rohstoffen produzieren. Oder noch umweltschonender und zugleich am preisgünstigen ist die Alternative, die Unterwäsche einfach mal ganz wegzulassen.

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