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Orgasmus - Auf dem Höhepunkt der Lust

Der menschliche Orgasmus gilt als eine der raffiniertesten Errungenschaften der Evolution, ist Gegenstand zahlreicher Kunstprojekte und gibt Forschern bis heute Rätsel auf. Was genau dabei geschieht, wozu er gut ist und wie Sie ihn steuern können, erfahren Sie in diesem Erotik-Lexikon Beitrag.

Paar beim Liebesakt

Inhalt

Orgasmus - La petit mort
Erregung stetig steigend
Bei Mann und Frau auf den Punkt gebracht
Wozu dient der Höhepunkt?
Zusammen ist man weniger allein
Den Orgasmus entspannt angehen
Training der Beckenbodenmuskulatur
Kreisen, fingern, schlauer werden
Weitere Geheimtipps
Der nächste Orgasmus kommt bestimmt

Orgasmus - La petit mort

Nicht jede Sprache hat für den Orgasmus einen so poetisch klingenden und gleichzeitig irreführenden Begriff wie das Französische: Hier ist für den Höhepunkt des sexuellen Lusterlebens die Umschreibung "kleiner Tod" verwurzelt. Sie macht deutlich, welche Empfindungen das Erlebnis bei manchen Menschen weckt - und bestätigt damit die tibetische Lehre, derzufolge eine Person beim Orgasmus die gleichen Phasen durchläuft wie beim Sterben. Doch auch ethymologisch betrachtet handelt es sich um einen sehr lautmalerischen Begriff, der sich vom griechischen "orgán" für "glühen" im Sinne von "heftig verlangen" ableitet. Selbst das fachsprachliche "Klimax" weist bildhaft auf den Verlauf eines Orgasmus hin, denn es bedeutet soviel wie "Treppe, Leiter, Steigerung".

Erregung stetig steigend

Dose mit Aufschrift OrgasmTatsächlich gleicht die schematische Darstellung des sexuellen Aktes einem asymmetrischen Stufengestell, deren höchster Punkt der Orgasmus ist. Ihm voran gehen die Erregungs- und die Plateauphase; danach folgt die so genannte Rückbildung. Der Höhepunkt selbst ist durch eine allgemeine Anspannung der Muskulatur und eine Bewusstseinsveränderung gekennzeichnet. Letztere ist individuell ebenso verschieden wie die Intensität des Orgasmus - welche darüber hinaus von Mal zu Mal schwanken kann. Während Ihr Pulsschlag, Ihr Blutdruck und Ihre Atemfrequenz im Moment des Höhepunktes Maximalwerte erreichen, sinkt die Wahrnehmung der Außenwelt auf ein Minimum ab. Oder - schöner ausgedrückt - Ihnen schwinden die Sinne.

Bei Mann und Frau auf den Punkt gebracht

Mitten im Orgasmus reagieren der männliche und der weibliche Körper höchst unterschiedlich. Beim Mann kommt es durch die rhythmischen Kontraktionen des Samenleiters, der Samenblase, des Schwellkörpers und der Beckenbodenmuskulatur zur Ejakulation. Dabei werden zwei bis sechs Milliliter Sperma aus der Penisöffnung herausgeschleudert. Während des Orgasmus der Frau ziehen sich die Muskeln der Scheide, der Gebärmutter und des Beckenbodens ebenfalls rhythmisch zusammen. Gleichzeitig verengt sich das untere Drittel der Scheide zur so genannten orgiastischen Manschette, die es dem weiblichen Part ermöglicht, seinen Orgasmus zwischen 20 Sekunden und einer Minute aufrechtzuerhalten.

Paar beim Liebesakt

Wozu dient der Höhepunkt?

Beim Lesen drängt sich der Eindruck auf, das Erreichen bzw. Erleben des Höhepunktes gleicht einer Kombination verschiedener Leistungssportübungen. Der Organismus wird in starkem Maße gefordert und vollbringt im Augenblick des Höhepunktes wahre Meisterleistungen. Doch der Aufwand soll tatsächlich einen Nutzen haben: Wissenschaftlichen Thesen zufolge dient der Orgasmus als Belohnung für den Vollzug des Geschlechtsaktes und als Anreiz für weitere sexuelle Handlungen - denn nur sie führen zur Befruchtung einer Eizelle und zum Fortbestand der Art.

Zusammen ist man weniger allein

Doch diese These wackelt, denn für eine erfolgreiche Befruchtung ist kein weiblicher Orgasmus nötig. Weitaus logischer klingt daher die Annahme, dass die schönen Gefühle zu häufigerem Geschlechtsverkehr anregen und so die Bindung an einen Partner festigen. Auch das begünstigt laut Wissenschaft den Fortbestand der Art - wenngleich auf andere Weise: Frau beim OrgasmusDa Mann und Frau über unterschiedliche, einander ergänzende Fähigkeiten verfügen, müssen sie sich im Interesse des Nachwuchses zusammentun. Ein Umstand, der vor allem durch den weiblichen Orgasmus gefördert wird. Warum? Weil Frauen im Durchschnitt bedeutend länger brauchen, um zum Höhepunkt zu kommen. Das Erreichen eines gemeinsamen Zieles erfordert vom Mann also ein gewisses Einfühlungsvermögen - und mitunter eine gehörige Portion Geduld. Dies wiederum sind Eigenschaften, die bei der Kindererziehung von großem Vorteil sind. Schafft es ein Mann also, seine Sexpartnerin zum Höhepunkt zu bringen, hat er seine positiven Charaktermerkmale unter Beweis gestellt und eignet sich damit als Partner zur Familiengründung. Wollten Sie schon immer mal wissen, ob Frauen beim Pornodreh einen echten Orgasmus erleben? Heiß und Fettig, das TV-Sexmagazin auf ZDFNeo, beschäftigt sich genau mit solchen Fragen und vielen weiteren. Einschalten lohnt sich!.

Den Orgasmus entspannt angehen

So wie sich der männliche Orgasmus verzögern lässt, wie es bei der Sexualpraktik Karezza zum Beispiel der Fall ist, kann im Gegenzug auch die weibliche Orgasmusfähigkeit trainiert werden. Das klingt nach viel Spaß - und macht es auch. Vorausgesetzt, Frauen setzen sich bei ihren Übungen nicht unter Druck. Das Erreichen eines Orgasmus geschieht nämlich am besten ganz entspannt. Wo genau die empfänglichsten Reizpunkte liegen, muss allerdings jede für sich allein herausfinden, denn nicht alle Bereiche sprechen auf erotische Stimuli an. So ist mittlerweile bekannt, dass die Scheidenwände kaum Nervenzellen besitzen; die Klitoris dafür aber deutlich größer ist und innen weiter in die Scheide hineinragt als bisher angenommen.

Training der Beckenbodenmuskulatur

Aus dieser Erkenntnis folgt, dass der so genannte vaginale Orgasmus durchaus auch ein klitoraler sein kann, sich entsprechend anders anfühlt und entsprechend anders trainiert werden muss. Um schneller, sicherer oder überhaupt zum Orgasmus zu kommen, empfehlen erfahrene Frauen und Experten verschiedene Übungen. Eine dieser Übungen ist zum Beispiel das Trainieren bzw. Festigen der Beckenbodenmuskulatur. Das geht so einfach und unauffällig, dass Sie es quasi überall und ganz nebenbei Frau bei Beckenbodenübungtun können: Spannen Sie den Scheidenmuskel etwa fünf Sekunden lang an, als ob Sie das Wasserlassen verhindern wollen. Danach entspannen Sie ihn doppelt so lange. Wenn Sie die Übung mehrmals täglich 10x wiederholen, steigt Ihre Fähigkeit, einen Orgasmus zu erreichen, um ein Vielfaches an.

Kreisen, fingern, schlauer werden

Des Weiteren erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, einen Orgasmus zu bekommen, durch kreisende Bewegungen des Beckens. Alternativ können Sie mit dem Unterkörper eine Acht beschreiben. Auf diese Weise überträgt sich die Schwingung auf benachbarte Regionen und verteilt die Lust gleichmäßig im ganzen Körper. Ein Stichwort, das unmittelbar zur nächsten Übung führt - denn tatsächlich sind an einem gelungenen Orgasmus wesentlich mehr Partien beteiligt als nur die Scheide. Welche, finden Sie durch gezielte Fingerübungen heraus: Fassen Sie sich an allen Stellen des Körpers an und erkunden Sie dabei sowohl die inneren als auch die äußeren Geschlechtsorgane. Wo sind Sie am erregbarsten? Und welche der Stellen ist so ungewöhnlich, dass Sie sie Ihrem Partner erst einmal zeigen müssen?

Weitere Geheimtipps

Ungewöhnlich, aber effektiv sind auch die beiden letzten Tipps für einen gelingenden Orgasmus. Zum einen: Verschieben Sie den Gang zum WC auf die Zeit nach dem Sex, denn mit einer vollen Blase erhöhen sich die Empfindungen im Genitalbereich ganz von selbst. Zum anderen: Probieren Sie aus oder lassen Sie andere ausprobieren, ob Sie zu den Frauen gehören, die einen so genannten Nipplegasm bekommen. Ein Orgasmus via Stimulation der Brustwarzen soll zu einem der intensivsten sexuellen Erlebnisse gehören.

Der nächste Orgasmus kommt bestimmt

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