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Tantra-Massage - ein Erlebnis für alle Sinne

MassageKenner_innen der echten Tantra-Massage und Expert_innen auf diesem Gebiet beantworten das mit einem eindeutigen "Nein!" - räumen aber ein, dass es zahlreiche unseriöse Einrichtungen gibt, die dazu beitragen, dass sich das Vorurteil sexueller Handlungen bei der Tantra-Massage bestätigt. Seit sich die Dienstleistung während der 1990-er Jahre in europäischen Ländern etabliert hat, müssen ihre Anbieter_innen immer wieder gegen vorgefasste Meinungen und falsche Vorstellungen ankämpfen.Dabei ist Tantra-Massage nichts anderes als eine Form der Körperbehandlung, die alle Sinne ansprechen soll. Sie schlägt eine Brücke zwischen medizinisch indizierten Behandlungen mit zahlreichen Berührungs-Tabus und der plump sexuell orientierten Erotik-Massagen. So ähnlich jedenfalls definieren es ihre aus den USA stammenden Mitbegründer Annie Sprinkle und Joseph Kramer, die ihrerzeit durch den in Berlin tätigen Tantra-Lehrer Andreas "Andro" Rothe unterstützt wurden.Dass eine solche Ansicht auch das psychische Befinden und das sexuelle Empfinden einschließt, ist nur natürlich - denn nach tantrischen Lehren bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Dafür spricht schon das Wort "Tantra" selbst. Es entstammt dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "verweben" oder "sich ausbreiten". Gemeint ist, dass alle Erfahrungen und Empfindungen, die eine Person im Laufe ihres bisherigen Lebens gesammelt hat und verspürt, zusammengeführt und gegeneinander abgewogen werden. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet es, auch Negatives in die Tantra-Massage einzubeziehen. Eine dementsprechende Behandlung kann also auch unangenehme Gefühle hervorrufen - und beweist so einmal mehr, dass sie mit einer sexuellen Dienstleistung überhaupt nichts zu tun hat.

Grundsätze einer tantrischen Massage

Frau wird massiertDoch warum erfolgt eine Tantra-Massage dann zwingend nackt? Fördert das Entkleiden vor der Prozedur nicht automatisch falsche Vorstellungen? Auch darauf antworten Kenner und Experten mit einem klaren "Nein!" - denn das Entblößen folgt keinem sexuellen Zweck. Vielmehr sollen diejenigen, die eine Tantra-Massage empfangen, mit der Kleidung auch ihren Alltag und ihren Status ablegen. Im Unterschied zu zahlreichen anderen, tatsächlich sexuell orientierten Handlungen gehen sämtliche Aktivitäten ausschließlich von den Massage-Spender_innen aus; die Empfänger_innen bleiben während der gesamten Tantra-Massage vollkommen passiv.In der Regel beginnt eine solche an Körperstellen, die als weniger intim gelten - also beispielsweise an den Händen oder an den Füßen. Von dort arbeitet sich der Tantra-Masseur oder die Tantra-Masseurin auf die Rückenpartie bzw. die Rückseite des Körpers vor. Dabei erhöht er oder sie den Grad der Intimität - jedoch stets nur in dem Maße, in welchem die Empfänger_innen einer Tantra-Massage entsprechende Berührungen zulassen. Generell wird nur dorthin gegriffen, wo es für die zu Massierenden als angenehm empfunden wird. Das einzuschätzen erfordert ein hohes Einfühlungsvermögen seitens derer, die eine Tantra-Massage spenden - erst recht natürlich, wenn die Behandlung in den Intimbereich übergeht.

Stimulierung erogener Zonen

Hierbei unterscheiden Tantra-Masseure und -Masseurinnen streng zwischen Männlein und Weiblein. Ihren voneinander abweichenden Bedürfnissen werden sie mit zwei verschiedenen Stilen gerecht: Während Herren eine so genannte Lingam-Massage erhalten, bekommen Frauen die Yoni-Version. Die Begriffe leiten sich von den altindischen Worten, bekannt auch aus dem Kamasutra-Bereich, für die jeweiligen Geschlechtsteile ab. "Lingam" steht für die westeuropäische Bezeichnung des Penis'; "Yoni" für die der Scheide.Anders als die beiden Worte suggerieren, widmet sich die Tantra-Massage jedoch auch - und vor allem - dem unmittelbar darum liegenden Bereich. Bei der Yoni-Version werden also der Schamhügel und die äußeren Schamlippen ebenso einbezogen wie der Kitzler und die eigentliche Scheide. Die Lingam-Version dagegen schließt eine Körperpartie ein, die in der westlichen Welt vornehmlich aus medizinischen Untersuchungen bekannt ist: die im Analbereich liegende Prostata. Innerhalb der Tantra-Massage gilt sie als "G-Punkt des Mannes" - und kann als solcher zu noch unbekannten Erfahrungen führen. Darüber hinaus ist die Kombination mit Yoga, dem sogenannten Tantra Yoga, eine schöne Ergänzung für das praktizierende Paar.

Massage

Einerseits kann das Wissen um die Berührungs-Empfänglichkeit der genannten Bereiche zur sexuellen Stimulation und zum Lustgewinn eingesetzt werden; andererseits aber auch um Blockaden zu lösen. Im Tantrischen bzw. im Hinduismus stehen die Yoni und das Lingam nämlich nicht nur für die Geschlechtsteile von Frau und Mann, sondern zugleich für "typisch" weibliche und "typisch" männliche Kräfte. Auch sie können durch eine Tantra-Massage angeregt oder gelenkt werden. Wie bei jeder diesbezüglichen Behandlung gibt es dafür ein feststehendes Repertoire an zulässigen Griffen, so dass Empfänger_innen sicher sein können, kein "sexuelles Spielzeug" zu werden.

Sensibilisierung für die körpereigenen Empfindungen

Überhaupt geht es bei dieser Form der Wellness niemals um diejenigen, welche die Massage spenden - was zählt, sind einzig und allein die Empfänger_innen. Sie allein entscheiden, was gut für sie ist, womit sie sich wohlfühlen und was speziell bei ihnen den Zweck der Tantra-Massage erfüllt. Deren Ziel ist es, die Wahrnehmung des Körpers und seiner Empfindungen zu schulen - denn dadurch erfahren die Empfänger_innen, was sie innerlich bewegt, reizt oder anzieht, vielleicht sogar abstößt oder verschreckt. Haben sie das durch eine Tantra-Massage herausgefunden, können sie auf anderen Ebenen daran arbeiten, um es in ihr Leben zu integrieren.Dennoch darf eine tantrische Wellness-Behandlung nicht mit einer Psychotherapie gleichgesetzt werden. Abgesehen davon, dass derlei Angebote einer gänzlich anderen und sehr speziellen Regelung unterliegen, verstehen sich Tantra-Masseure und -Masseurinnen eher als Coaches. Sie (ge-) leiten die zu behandelnden Personen und zeigen ihnen einen von vielen möglichen Wegen, ihre Körper und deren Reaktionen besser kennen zu lernen. Das Ergebnis einer Tantra-Massage aber wirkt bei manchen Menschen viel besser als eine Psychotherapie. Sie fühlen sich selbstbewusster und gelöster, sind offener und experimentierfreudiger oder trauen sich Dinge in Angriff zu nehmen, vor denen sie sich bis dato immer gescheut haben. Wollen Sie vielleicht auch mal eine erotische Massage ausprobieren und die gesamten Sinne damit ansprechen? Hier empfehlen wir Ihnen die japanische Nuru-Massage, bei der ein sehr gleitfähiges Gel angewendet wird. Der ein oder andere Höhepunkt ist dabei garantiert möglich.

Werden auch Sie aktiv

Wenn auch Sie die Wirkung der fernöstlich inspirierten Wellness-Behandlungen einmal ausprobieren wollen, haben Sie dazu über das Portal von Treffpunkt18 Gelegenheit. Hier finden Sie neben zahlreichen anderen Kontakten auch Mitglieder, die sich im Bereich Tantra-Massage auskennen - und dieses Wissen bzw. die daraus resultierenden Erfahrungen gern mit Ihnen teilen möchten. Genauso gut bietet sich Ihnen bei Treffpunkt18 die Möglichkeit, Interessent_innen für eine gänzlich private Behandlung zu gewinnen, denn wie Sie nun wissen, dient eine Tantra-Massage sowohl der äußerlichen wie der inneren Entspannung - und kann damit ausgezeichnet in das Vorspiel integriert werden. Oder machen Sie doch gleich einen Termin in einem Massagestudio in Ihrer Nähe aus.

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BildnachweiseBilder © Helmut / fotolia.com