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Lob des Sexismus - Weshalb Männer dieses Buch wirklich lieben

Mann liegt mit drei Frauen im Bett

"Lob des Sexismus" von Lodovico Satana wendet sich vor allem an Männer. Und zwar an diejenigen, die Frauen erobern möchten. Warum gibt es einige wenige umschwärmte Männer, die jede Frau haben können, und viele andere, unauffällige, denen ihre Traumfrau ewig unerreichbar scheint? Und was kann ein Mann tun, um aus dem Schatten der zweiten in das Licht der ersten Gruppe zu treten?


Auch Sie können Erfolg bei Frauen haben

"Lob des Sexismus" wird auch als Pick-up Ratgeber bezeichnet. Das Ziel des Werkes ist eindeutig: Der Mann soll auf 212 Seiten lernen, Frauen zu erobern. Lassen Sie sich von dem Titel "Lob des Sexismus" nicht in die Irre führen. Es geht auf keinen Fall darum, Frauen wegen ihres Geschlechts zu diskriminieren. Der Autor bedient sich einer klaren Sprache, möchte bewusst provozieren. Allerdings nicht, um jemanden zu verletzten, sondern um die Männer, die bisher im Hintergrund standen, aufzurütteln. Unzählige Fallbeispiele verdeutlichen die theoretischen Ansätze. Der Leser erinnert sich an ähnliche Situation, erkennt sich selbst darin wieder und erfährt praktischen Rat, wie er besser mit seiner Situation umgehen kann. Am Ende des Buches weiß der lesende Mann nicht nur eine Menge mehr über sich selbst, sondern vor allem über die Frauen. Er wird ihr Verhalten in verschiedensten Situationen deuten und optimal darauf reagieren können. Warum finden Frauen bestimmte Männer und deren Verhaltensweisen attraktiv und fühlen sich zu ihnen hingezogen? Welche geheimen Signale werden ausgesandt? Welche Kräfte wirken zwischen Mann und Frau?


Ausgangspunkt von Lodovico Satanas Empfehlungen ist die Unterscheidung der Männer in zwei Gruppen: Die wenigen sogenannten Alpha Männer und die breite Masse aller anderen (Beta) Männer. Alphas stehen immer an der Spitze einer Gruppe. Die Anerkennung und Bewunderung anderer Männer und Frauen scheint ihnen zuzufliegen. In "Lob des Sexismus" untersucht der Autor die Ursachen, legt offen, was Alphas anders machen und welche Verhaltensweisen ein Nicht-Alpha trainieren kann, um bei den Frauen Erfolg zu haben.

Was seine eigene Person betrifft, gibt der Autor sich geheimnisvoll. Lodovico Satana nennt sich auch Endless Enigma, nur sind beide Namen Pseudonyme. Theoretisch kann sich ein einzelner Mann, ein Team oder gar eine Frau hinter diesem Namen verbergen. Zumindest muss es jemand sein, der genau hingeschaut hat, wie Männer und Frauen miteinander umgehen, die Ursachen dafür aufdeckt und daraus ableitet, wie man sich verhalten sollte, um bei Frauen Erfolg zu haben.


Sexy Paar

Muss man(n) das Buch gelesen haben?

Die Kritiken und Rezensionen der männlichen Leser sind zum überwiegenden Teil positiv. Das mag zum einen an der klaren, unverblümten Sprache liegen. Der Autor schwafelt nicht, er nennt die Dinge beim Namen. Kein "eigentlich-wollen-wir-alle-doch-nur-Liebe" Gesang und erst recht kein "alle-Frauen-sind-schön-Du-musst-nur-richtig-hinschauen" Gelaber. In "Lob des Sexismus" werden munter Theorien aufgestellt, Schubladen geöffnet und Menschen hineingeschoben. Auch wenn es sich manchmal hart, abwertend oder gar sexistisch liest, kann man sich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor recht hat. "Lob des Sexismus" behauptet, dass Männer von den Frauen "betaisiert" werden. Der Nicht-Alpha, also der Beta Mann, lässt sich von der Frau erst dazu machen! Eine gewagte These, die durch eine Vielzahl von Praxisbeispielen belegt wird.

Prickelnde Erlebnisberichte, die beim Lesen die Hose enger werden lassen, wird man in diesem Buch nur selten finden. Dafür jede Menge Situationsbeschreibungen, die Ursachen dafür und Ratschläge, wie damit umzugehen ist. Nicht nur die Männer werden kategorisiert in Alpha und Nicht-Alpha. Auch die Frauen ordnet Satana auf Grund ihrer typischen Verhaltensweisen Männern gegenüber verschiedenen Gruppen zu. "Lob des Sexismus" hat schon manchem Mann die Augen geöffnet, wie die positiven Rezensionen beweisen. Für alle Nicht-Alpha Männer hat der Autor ein System entwickelt, sich wie ein Alpha zu verhalten und dadurch Erfolg bei den Frauen zu haben. Wenn Sie also ein Mann sind, der bisher eher Pech mit den Frauen hatte, sollten Sie dieses Buch lesen. Sie werden nicht nur eine Menge über die Frauen, sondern auch über sich selbst erfahren. Kurz gesagt: Jeder ist, wie er ist. Männer, und Frauen auch. Nur kann der Mann, der das weiß, seinen Vorteil daraus ziehen.


Oder doch lieber Finger weg?

Mann post oben ohne für Kamera

"Lob des Sexismus" wurde ganz klar für Männer geschrieben. Trotzdem gibt es keinen Grund, warum nicht auch Frauen das Buch lesen dürfen. Es kann für die Leserin durchaus interessant sein, zu wissen, in welche Schublade der Autor sie steckt. Da die Fallbeispiele immer von Männern und Frauen handeln, kann auch ein weiblicher Leser sich darin wiederfinden.

Der typische Leser, den "Lob des Sexismus" ansprechen möchte, bleibt aber der Mann, der sich mehr Erfolg bei Frauen wünscht. Wenn Sie bereits in einer glücklichen Beziehung leben oder von Frauen nur so umschwärmt werden, lässt Sie das Buch wahrscheinlich eher darüber schmunzeln, was andere Männer für Probleme haben. Natürlich können Sie es trotzdem lesen, doch es gibt für Sie tausend andere Möglichkeiten, sich auf praktischer Ebene mit den Frauen zu beschäftigen.

Die kritischen Stimmen stören sich vor allem an der strengen Einordnung in die Kategorien, werfen dem Autor gar Sexismus vor. Auch sei das Buch eher für Männer geeignet, die keine feste Beziehung suchen, sondern gern immer wieder neue Frauen erobern wollen. Angeblich habe "Lob des Sexismus" sogar schon Beziehungen zerstört! Als Grund wird angeführt, dass der Mann nach dem Lesen des Buches "zu viel" weiß. Wo er früher naiv, ahnungslos und mehr oder minder erfolgreich eine Frau abgebaggert, gedatet und verführt hat, analysiert er nun kritisch und aufmerksam alles, was sie tut. Die Angst der Männer, getestet, manipuliert und schließlich betaisiert zu werden, scheint weit verbreitet zu sein. Indirekt geben genau diese ängstlichen Kritiker dem Autor recht: Es gibt Alpha Männer, die es einfach drauf haben. Und es gibt Nicht-Alpha Männer, die vom Beta zum Alpha werden können. Oder auch nicht, weil sie selbst nach der Lektüre von "Lob des Sexismus" nicht aus ihrer Haut können.

Fazit: Seit seinem Erscheinen im Jahre 2006 steht "Lob des Sexismus" auf den vordersten Plätzen unter den Flirt-Ratgebern. Und das, obwohl es von keinem Verlag vermarktet und beworben, sondern vom Autor selbst als "Book on Demand" angeboten wird. Die überwiegend positiven Rezensionen sprechen für sich. Ob Ihnen das Buch gefällt und hilft, müssen Sie selbst entscheiden.


Noch mehr Lust auf sexy Lesestoff?

In ihrem autobiographischen Roman „Warum nur einen lieben, wenn ich alles haben kann? – Bekenntnisse einer Nymphomanin“ erzählt die Autorin Kerstin Scholz über ihr ausuferndes Liebesleben. Dabei lässt sie keine Details aus und gibt zudem Einblicke in ihre Gefühlswelt.

Sylvia Day liefert mit ihrer Serie „Crossfire“ den perfekten Lesestoff für alle Fans von „Fifty Shades of Grey“. Wie in der Triologie der Autorin E.L. James treffen bei Day ein attraktiver Jungmillionär und eine schöne, etwas unschuldige Frau aufeinander, die gerade von der Uni kommt. Bei Day heißt dieses Paar Gideon und Eva und durchlebt in etwa ebenso die Höhen und Tiefen der Lust wie Mr. Grey und dessen Gespielin.




Der etwas andere Reisebericht von Henriette Hell sorgte für viel Aufmerksamkeit in der Bücherwelt. Die Hamburger Journalistin schildert in Achtung, ich komme!: In 80 Orgasmen um die Welt, was sie so alles erlebt hat in den Betten exotischer und weniger exotischer Männer.



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