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Nackt schlafen – Deshalb lohnt es sich

Blonde nackte Frau mit Schlafmaske liegt auf Bett

Nackt schlafen ist gesund. Und das gilt nicht nur für tropische Sommernächte, in denen die Temperatur im Schlafzimmer kaum spürbar sinkt. Auch im Winter ist das Adamskostüm die beste Bekleidung für guten und erholsamen Schlaf. Jedoch sind die Deutschen eher zurückhaltend, wenn es darum geht, splitterfasernackt ins Bett zu steigen. Umfragen zufolge zieht nur jeder achte Bundesbürger vor dem Zubettgehen blank. Dabei zeigen unzählige Untersuchungen, dass nacktes Schlafen nicht nur gesundheitsfördernd ist, sondern sich auch positiv auf die Beziehung auswirkt. Und sogar beim Abnehmen ist der Verzicht auf Negligé und Schlafanzug hilfreich.

Nackt schlafen fördert das Einschlafen

Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte vielleicht mal T-Shirt und Shorts im Bett weglassen und sich, wie Gott ihn schuf, unter die Bettdecke legen. Um einschlafen zu können, muss der Mensch die Kerntemperatur seines Körpers um etwa ein Grad absenken. Das erreicht er, indem er Wärme von innen über die Haut nach außen abgibt. Nachthemd und Schlafanzug halten den Körper warm und verlängern diesen Vorgang mit der Folge, dass einige Menschen schlechter einschlafen. Noch schwerer ist dies, wenn es durch eine eingeschaltete Heizung in dem Raum ohnehin schon sehr warm ist. Also Fenster auf, raus aus den Klamotten und dann ab unter die Decke kuscheln. So ist ein schneller und gesunder Schlaf garantiert.

Ohne Klamotten schlafen hilft beim Abnehmen

Nackt schlafen und dabei abnehmen? Zumindest indirekt soll das möglich sein. So sind Forscher zu dem Schluss gekommen, dass sich Menschen in Schlafanzügen nachts häufiger unwohl fühlen und sich deshalb im Bett hin und her wälzen. Infolgedessen schüttet der Körper das hinsichtlich des Bauchfettes so gefährliche Stresshormon Cortisol aus. Die These der Forscher lautet daher: Ohne Klamotten schläft es sich viel besser. Außerdem ist die Cortisol-Ausschüttung geringer, wodurch weniger Fett gebildet wird. Ein weiterer Vorteil: weniger Hunger am Morgen. Zusammen sollen diese positiven Effekte Menschen beim Abnehmen unterstützen beziehungsweise sie schon vor dem Zunehmen bewahren. Wenn das kein Grund ist, ab der nächsten Nacht auf die Klamotten zu verzichten?

Nacktschläfer haben eine glücklichere Beziehung

Schlafender MannWer hätte das gedacht? Spätestens jetzt sollten alle Leute, die sich noch zieren, nachts ohne Klamotten ins Bett zu gehen, blank ziehen. Denn beim nächtlichen Aneinanderkuscheln ohne Schlafanzug schüttet der Körper einen Cocktail an Hormonen aus, der Menschen glücklicher macht und die Beziehung zu ihrem Partner festigt. Allen voran wird das Wohlfühl-Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Das Gehirn lässt die Hormone vor allem bei Hautkontakt zu einer geliebten Person frei. Das ist schon bei Müttern so, denen ihr Kind nach der Geburt auf die Brust gelegt wird. In diesem Augenblick schüttet der Körper Oxytocin aus und stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Paare, bei denen es kriselt, sollten es also einfach mal ohne Schlafanzug und Nachthemd probieren.

Oxytocin bringt aber nicht nur für die Beziehung Vorteile. Es ist auch der eigenen Gesundheit zuträglich. So hat das Hormon unter anderem eine Blutdruck senkende Wirkung und schützt das Herz. Zudem stärkt es das Immunsystem und lindert Ängste. Leider funktioniert das aber nur bei Hautkontakt. Singles müssen also entweder auf Oxytocin verzichten oder sich schnellstens einen festen Partner suchen.

Nackt schlafen hält jung und macht schön

Nackt zu schlafen kann ein wahrer Jungbrunnen sein. Verantwortlich dafür sind das Wachstumshormon HDH und das Schlaf-Hormon Melatonin. Das HGH (Human-Growth-Hormon) wird ausschließlich im Tiefschlaf ausgeschüttet. Mithilfe dieses Hormons repariert der Körper beschädigte Zellen und erzeugt neue. Durch nacktes Schlafen soll sich die Tiefschlafphase verlängern. Die Folge: Mehr HGH wird ausgeschüttet. Zudem kurbelt das Melatonin den Stoffwechsel an. Beides soll zu einem frischeren Aussehen von Haut und Haaren führen. Die Wirkung selbst einmal auszuprobieren schadet ja nicht, oder?

Ohne Höschen schlafen ist gut für die Vagina

Nackte Frau liegt im Bett und bedeckt Brüste und Kopf mit KopfkissenViele Frauen leiden irgendwann in ihrem Leben einmal, häufig auch mehrmals unter Scheidenpilz. Die Ursache für die unangenehme Erkrankung sind häufig Bakterien, die sich in einem warmen Milieu wohlfühlen und vermehren. Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles haben herausgefunden, dass nacktes Schlafen das Risiko für Scheidenpilz minimiert und generell einer gesunden Scheidenflora zuträglich ist. Ein guter Grund mehr für Frauen, nachts einfach mal auf das enge Höschen zu verzichten und im Evakostüm ins Bett zu gehen.

Nacktschläfer haben mehr Sex

Diese Erkenntnis ist jetzt nicht wirklich eine Überraschung, oder? Wir möchten sie aber trotzdem nicht unerwähnt lassen. Tatsächlich haben Paare, die nackt ins Bett steigen, mehr Sex und sind in ihrer Beziehung insgesamt zufriedener. Umfragen zufolge bezeichnen 57 Prozent der Nacktschläfer ihre Beziehung sogar als "extrem glücklich". Bei den Paaren, die in Schlafanzug und Negligé ins Bett steigen, sind es deutlich weniger als die Hälfte, die mit ihrer Beziehung und ihrem Sexleben "überaus glücklich" sind. Wer will bei diesen positiven Aussichten noch in Klamotten ins Bett gehen?

Nackt zu schlafen hat auch ein paar (wenige) Nachteile

Trotz dieser vielen positiven (Aus-) Wirkungen des nackten Schlafens gibt es auch einige Nachteile, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollen. So müssen Nacktschläfer unter anderem ihr Bett häufiger frisch beziehen, weil sie nachts in die Laken schwitzen. Normalerweise fängt der Pyjama diesen Schweiß auf. Da dieser jedoch aus dem Verkehr gezogen ist, heißt es eben öfter Bettwäsche wechseln. Aufpassen müssen Nacktschläfer auch in kalten Nächten. Im sogenannten REM-Schlaf schaltet der Körper nämlich sein Kälteempfinden ab. Die Folge können Unterkühlungen sein, die im schlimmsten Fall zu Erkältungen und anderen Gesundheitsproblemen führen können. Generell sollten sich Nacktschläfer gut zudecken. Auch in heißen Sommernächten sollte zumindest ein dünnes Leinentuch die nackte Haut bedecken. Ventilatoren und andere Lüftungen sollten abgestellt werden. Dann steht den vielen positiven Effekte auch nichts mehr im Wege.

Bildnachweise
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