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12 Fakten über Sperma, die Sie bestimmt noch nicht kannten

Spermien

Hätten Sie es gewusst? Die Samenmenge, die ein Mann beim Orgasmus produziert, beläuft sich gerade einmal auf zwei bis sechs Milliliter. Trotz dieser geringen Menge gibt es viele spannende Fakten über Sperma, die Sie bestimmt noch nicht kennen.

1. Sperma ist ein Super-Food

Quinoa, Chia Samen, Goji-Beeren - selbst die teuren Trend-Foods kommen nicht an die Gesundheitswirkung von Sperma heran. Ein "Schuss" des kostbaren Körpersafts ist so wirkungsvoll wie ein kleiner Zaubertrank und enthält neben verschiedenen Vitaminen viele für den Körper wichtige Stoffe wie zum Beispiel Fruktose, Kalzium und Zink. Im Sperma stecken aber auch wertvolle Elektrolyte und Hormone, die einen positiven Effekt auf die weibliche Gesundheit haben wie Studien herausgefunden haben. So wirken die in Sperma enthaltenen Hormone Östrogen, Prolaktin und Serotonin gegen Ängste und Depressionen. Melatonin ist zuständig für einen guten Schlaf, Oxytocin sorgt für eine kuschelige Stimmung und Vasopressin bringt ihren Kreislauf auf Touren. Übrigens: Der Anteil an Eiweiß (Protein) im Sperma ist mit etwa einem Prozent entgegen der landläufigen Meinung eher gering.

2. Sperma ist temperaturempfindlich

Männer, die Kinder zeugen möchten, sollten bekanntlich ein heißes Bad unmittelbar vor dem Sex vermeiden. Grund dafür sind die hohen Temperaturen des Wassers, die für die Produktion der kleinen Schwimmer ungünstig sind und dem Sperma sogar schaden können. Aus diesem Grund wird das Sperma auch im Hodensack und damit außerhalb des Körpers produziert. Hier ist es ständig zwei bis fünf Grad kühler als im Körperinneren und damit genau richtig temperiert, um die Sperma-Produktion so richtig anzukurbeln. Von einem Sitzbad in eiskaltem Wasser sollten Männer allerdings auch absehen, denn das macht die Spermien träge.

3. Sperma wird bis zum Tod produziert

Die Evolution hat es so eingerichtet, dass Männer ihr Erbgut bis zum ihrem Lebensende an so viele Frauen wie möglich weitergeben können. Tatsächlich ist das heutzutage - nicht zuletzt aus finanziellen Gründen - eher nicht mehr üblich. Trotzdem ist es theoretisch möglich, dass Männer auch mit 80 noch Vater werden, denn die Hoden des Mannes produzieren von seiner Geburt bis zu seinem Tod pausenlos Spermien nach. Anders sieht es bei Frauen aus: Sie werden schon mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Eizellen geboren. Diese werden zwar in der Regel nicht aufgebraucht, jedoch werden vom Körper ab der Menopause schlicht und einfach keine Eizellen mehr zur Befruchtung auf den Weg gebracht.

4. Mehr Spermien als Menschen auf der Erde

Rein theoretisch könnte ein Mann mit seinem Sperma jedes Jahr mehr Menschen zeugen als aktuell auf der Erde leben. Eine gruselige Vorstellung, die sich wie folgt erklären lässt: In jedem Milliliter Sperma sind bei guter Gesundheit bis zu 40 Milliarden Spermien enthalten. Bei 100 Samenergüssen pro Jahr und einer durchschnittlichen Spermamenge von drei Millilitern ergibt das 12 Milliarden Spermien, von denen unter optimalen Bedingungen jedes einzelne Spermium eine für sich reservierte Eizelle befruchten könnte. Männer, die nicht ganz so oft häufig zum "Schuss" kommen und beispielsweise nur einmal pro Monat einen Samenerguss haben, könnten es immer noch auf stolze 1,4 Milliarden Nachkommen bringen. Zur Beruhigung sei jedoch gesagt, dass in der Praxis nicht jedes Spermium zur Befruchtung geeignet ist. Denn ein Teil der flotten Schwimmer ist defekt oder einfach nicht agil genug, um sich in die Eizelle vorzuarbeiten.

5. Spermien haben einen langen Weg vor sich

Der Weg, den ein Spermium vom "Abschuss" bis zum Finish zurücklegen muss, ist gerade einmal 15 Zentimeter lang. Eigentlich keine große Sache. Das Problem ist jedoch, dass das Spermium nur rund 0,06 Millimeter groß ist. Und das erschwert die ohnehin schon gefährliche Reise erheblich: Umgerechnet auf einen Mann mit 1,80 Metern Körpergröße entspricht dieser Weg einer Länge von etwa 5,5 Kilometern. Das ist schon erheblich mehr und bedenkt man auch noch, dass es zum Start etwa 39.999.999.999 Mitläufer gibt, von denen jeder unbedingt als erster im Ziel einlaufen möchte, kann man sich vorstellen, dass der Weg alles andere als ein Kinderspiel ist - ein Gedränge und Geschubse - wie so oft auch im wahren Leben.

6. Spermien sind harte Kämpfer

Dass Spermien in der Vagina nur kurze Zeit überleben, ist ein Märchen. In Wahrheit handelt es sich bei den mikroskopisch kleinen Schwimmern um bestens ausgebildete Survival-Experten. Die Spermien, die den Weg in den Gebärmutterhals geschafft haben, können dort fünf bis sieben Tage lang überleben. Unterstützt werden sie durch verschiedene Stoffe, die dem Sperma beigemischt sind und sie vor gefährlichen Gegnern schützen. Aber auch die Frau trägt ihren Teil zum Überleben der Spermien bei: Ein nährender Schleim hält die Spermien, die den Gebärmutterhals erreichen konnten, am Leben. So können sie auch noch Tage nach dem Sex eine Eizelle befruchten.

7. Ein Bierfass voll Sperma

Eine wirklich beeindruckende Zahl offenbart sich, wenn die Flüssigkeitsmenge aller Samenergüsse, die ein Mann statistisch zwischen seinem 15. und 60. Lebensjahr erlebt, zusammenaddiert wird. Ausgehend von durchschnittlich zwischen zwei und sechs Milliliter Sperma pro "Schuss" kommt ein Mann in seinem Leben auf 30 bis 50 Liter Samenflüssigkeit. Das entspricht der Menge von etwa einem mittelgroßen oder großen Fass Bier. Übrigens: Ein Mann muss nicht von jedem Samenerguss etwas mitbekommen. Bei längerer Enthaltsamkeit kommt es zum Beispiel nachts zu einem "feuchten Traum" und der überschüssige Samen wird unbemerkt nach draußen geleitet.

8. Es gibt sie doch: Die Spermaallergie

Einige Frauen reagieren allergisch auf Sperma und zeigen beim Kontakt mit Sperma Symptome wie bei einer Pollenallergie. In sehr seltenen Fällen kann es sogar zum lebensbedrohlichen Allergieschock führen. Ursächlich dafür ist das im Sperma enthaltene männliche Eiweiß, auf das die Frauen allergisch reagieren. Dabei ist es übrigens völlig unerheblich, von welchem Mann das Ejakulat stammt, denn das Protein im Sperma ist bei allen Männern gleich. Frauen, die unter Spermaallergie leiden, können entweder nur mit Kondom Sex haben oder sich einer Therapie wie einer Hyposensibilisierung unterziehen. Im Akutfall helfen die auch bei anderen Allergien zur Anwendung kommenden Antihistaminika. Übrigens: Unter Männern gibt es keine Spermaallergie.

9. Sperma kann viele Geschmäcker annehmen

Fragt man Frauen, beschreiben Sie den Geschmack von Sperma mal eher salzig, mal wie Eiweiß und mal wie Reinigungsmittel. Tatsächlich können Männer ihren Partnerinnen den Geschmack "versüßen". Ein Klassiker ist die Ananas. Aber auch zuckerhaltige Getränke und Speisen können das Sperma süßer machen. Eine Geschmacksverbesserung tritt auch beim Genuss von Petersilie, Pfefferminz und Limone ein. Zu einem bitteren Geschmack führt dagegen der Konsum von Alkohol, Schweinefleisch oder Koffein. Auch Brokkoli kann den Geschmack von Sperma bitterer machen. Salziger wird das Sperma beim Genuss von Zwiebeln und Knoblauch.

10. Männliche Spermien sind die schnellsten

Das Sperma besteht aus männlichen und weiblichen Spermien. Zu Beginn der langen Reise in die Gebärmutter haben männliche Spermien einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den weiblichen. Diesen büßen sie jedoch durch ihre geringere Lebenserwartung später wieder ein. Es ist eben wie im echten Leben: Die männlichen Spermien sterben in der Gebärmutter zwei bis vier Tage früher als die weiblichen, die so längere Zeit befruchtungsfähig bleiben.

11. Mehr Sex = besseres Sperma

Noch vor gar nicht so langer Zeit wurde Männern bei der Zeugung eines Kindes geraten, einige Tage enthaltsam zu sein. Die Theorie: Durch die Enthaltsamkeit sollten sich mehr Spermien sammeln und so die Chancen auf eine Befruchtung erhöhen. Diese Theorie ist jedoch mittlerweile zur Freude aller Männer widerlegt und das genaue Gegenteil wird empfohlen. Männer, die die Qualität ihrer Spermien verbessern wollen, sollten am besten so häufig Sex haben wie möglich. Die Beweglichkeit der Spermien wird durch häufige Samenergüsse verbessert und so die Chance auf eine Befruchtung drastisch erhöht. Und Spaß macht es auch noch.

12. Sperma und Handy? Keine gute Kombination

Das Smartphone ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken und häufig wird es in der Hosentasche transportiert. Männer sollten sich allerdings lieber einen anderen Aufbewahrungsort suchen, denn die elektromagnetische Strahlung hat einen negativen Effekt auf die Anzahl ihrer Spermien und damit auf die Fruchtbarkeit des Mannes. Eine Studie der Universität Haifa kam zu dem Ergebnis, dass es bei rund der Hälfte der 106 getesteten Männer, die ihr Smartphone weniger als 50 Zentimeter von den Hoden entfernt am Körper trugen, zu einer "abnormalen Konzentration" von Spermien kam. Ein Grund mehr, das Smartphone öfter mal zu Hause zu lassen und sich erfüllendem- und falls gewünscht - fruchtbaren Sex nicht ablenken zu lassen.

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